Sonderfläche „PLANT 10.1“

Halle 10.1, Stand A 030 / C 031

Beispiele für Arbeiten, die schon erfolgreich im Einsatz sind: Headquarter Deutsche Telekom, Bosch StartUp-Campus „grow“.

Digitalisierung, Globalisierung, Demographie und Wertewandel verändern gerade radikal unser Umfeld und damit auch die Grundlagen von Arbeit. Das spüren wir alle. Agilität, Ambidextrie, Transformation oder Disruption sind nur einige der derzeit viel diskutierten Stichworte bei der Bewältigung dieses radikalen Wandels. Mit der Eventfläche PLANT 10.1 ging die ORGATEC neue Wege: Bereit für ungewöhnliche Denkanstöße und ungeahnte Antworten? Aussteller und Besucher waren eingeladen, Perspektivwechsel zu erleben und sich vom Messe-Motto „culture@work“ auf ungewöhnliche Weise inspirieren zu lassen. Dabei ging es im Kern um die Frage: Wie kann sich in Unternehmen Innovationskultur ausbreiten?

Denn seit der Industriellen Revolution entstanden noch nie so schnell so viele neue Märkte, neue Player und neue Produkte wie heute. Um mit dieser Entwicklung Schritt zu halten, müssen sich Unternehmen neu erfinden. Bisherige starre Organisationen lösen sich auf, flexible und agile Strukturen treten an ihre Stelle. Das hat großen Einfluß auf Arbeitsumfelder, die Gestaltung des Arbeitsplatzes und die Denkweisen aller Belegschaften. Innovationskultur ist die wichtigste Voraussetzung, um Transformationsprozesse in Richtung „New Work“ erfolgreich in Gang zu setzen. Wie entsteht Innovationskultur? Oder wer küsst uns wach?

Folgen wir der Wissenschaft oder der Kunst („Jeder Mensch ist ein Künstler.“ J. Beuys), dann ist im Prinzip jeder Mensch innovativ. Stumpft aber durch Zwänge, zugewiesene Funktion in einer bestimmten Rolle und Hierarchie oder durch Wiederholungen im Alltag immer mehr ab. Kristallisieren wir nun aus Literatur und Forschung die fünf wichtigsten Einflussgrößen für innovatives Denken, dann landen wir bei: Inspiration, Intuition, Imagination, Improvisation und Interaktion bzw. Kooperation. Genau darauf fokussierte sich PLANT 10.1 und wurde programmatisch und gestalterisch ein emotionales Experimentierfeld und Bühne zugleich. Auf völlig neue Weise wurde gezeigt, wie Arbeitswelten und die Menschen darin zu „Innovativ-Werkzeugen“ werden können.


Weitere Informationen zu den Erlebnisszenarien und zum Programm finden Sie hier.

Die sieben Erlebnisszenarien

So ging es bei der „CoWorking"-Themeninsel um konzentriertes Arbeiten für sich und in Gemeinschaft und die Frage, wie sich der Wunsch nach Transparenz und Flexibilität mit dem Bedürfnis nach Sicherheit, Effektivität und Konzentration in Einklang bringen lassen.

Part 2 der Sonderfläche, der „LivingRoom", war darauf ausgerichtet, einen Ort zum Wohlfühlen zu schaffen, an dem man abschalten kann und dennoch die Arbeit nicht vergessen muss. Kurz: informelle Begegnungen als Teil des gemeinsamen Arbeitens.

Um konzentriertes Arbeiten ohne einen festen Arbeitsplatz ging es beim „MiniHome": Es wird als temporärer Stammsitz gedacht, „Gastspielort“ im eigenen oder fremden Unternehmen. Ein Ort, der individueller ist als ein Hotelzimmer und näher dran am Unternehmen. Viele solcher ‚MiniHomes‘ könnten einen Gästecampus für interne Tagungen bilden.

Wer arbeitet muss auch spielen – so hätte das Motto des „PlayGrounds" lauten können: In diesem Bereich wurden Erkenntnisse aus dem Game-Bereich benutzt, um diese in die Arbeitswelt von morgen zu übertragen. Gamefication als Innovations-Tool.

Neue Sichtweisen zu finden war Thema des „HochSitz". Gezeigt wurden neue Ansätze, wie Veränderungen in der alten Arbeitsumgebung dabei helfen können, die Gedanken frei zu machen und einen neuen Blick auf die Dinge zu bekommen. Warum nicht das nächste Brainstorming auf einen echten Hochsitz mitten im Unternehmen verlagern?

Präsentation und Interaktion war das Thema bei „Stage". Präsentieren, Erklären und Instruieren entspringen meist einem Top-Down-Denken. Aber wird auf diese Weise wirklich etwas gelernt, wenn man Botschaften und Instruktionen als Einbahnstraße anordnet? Ziel dieses Bereiches war es, Möglichkeiten aufzuzeigen, wie man im betrieblichen Alltag interaktive Bühnen schaffen kann, um lebendigen Vortrag und aktiven Austausch zu fördern.

Last but not least lud der „DenkRaum" dazu ein, strukturierte Phasen der Zusammenarbeit zu verbessern. Die Anziehung von freien Assoziativkräften, die ein normaler Meetingraum nur selten bereithält, stand im Vordergrund dieses Flächenteils. Dabei sollte eine kreative Atmosphäre entstehen, die kreative Meetings fördert.